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17. Februar 2022

Wir starten kleiner

Die Verschiebung des WorldEthicForums auf den August 2022 tat anfänglich weh. Die Verschiebung gab uns aber Zeit und Mut das bisher angedachte Konzept zu überdenken und in einen tieferen Gestaltungsprozess einzutauchen.

Heute feiern wir den Entscheid

Das ursprünglich geplante Oktoberwochenende für das WorldEthicForum im letzten Jahr nutzten wir für ein strategisches Treffen mit einer Gruppe von über 20 engagierten Menschen. An diesem Wochenende gelangten wir zu einer überraschenden These, welche das Anliegen des WorldEthicForum auf den Punkt bringt. Eine These der radikal geteilten Lebendigkeit. „Radikal“, weil wir alle Lebewesen auf der Erde ansprechen wollen – von der Spinne über den Menschen bis hin zum Baum. Eine These, die besagt, dass alle Lebewesen Subjekte sind – dass sie eine Innerlichkeit besitzen, in der sie ihre Existenz als persönliche Realität empfinden, – dass sich in diesem Punkt andere Wesen nicht vom Menschen unterscheiden.

Wir machen uns auf eine Forschungsreise und wollen herausfinden, ob die Verinnerlichung der These dazu führt, dass wir uns wieder als Teil der Welt anerkennen und dies zu einem ethischen und bewussten Handeln gegenüber allen Wesen führt, im persönlichen Alltag, in unseren Entscheidungen als Gesellschaft und Organisationen, im Hier und Jetzt und für die kommenden Generationen.

Was sagt dir die These?

Eine solche Forschungsreise ist nicht in einem Jahr abgeschlossen und schon gar nicht allein. Darum wollen wir in den nächsten sieben Jahren eine starke Gemeinschaft bilden. Diese soll sich ihres kollektiven Einflusses bewusst sein. Sie soll sich über mehrere Jahre halten und zu einer inspirierenden, sich gegenseitig unterstützenden und kritisch hinterfragenden Gemeinschaft heranwachsen. Eine Gemeinschaft, die von innen heraus ihre Verantwortung wahrnimmt und sich einsetzt, die These der radikal geteilten Lebendigkeit Wirklichkeit werden zu lassen. Das WorldEthicForum 2022 in Pontresina ist der Auftakt dafür.

Die Forschungsreise beginnt

Über Orte, Sektoren und soziale Schichten hinweg machen wir uns am 25. August 2022 mit 50 Multiplikator:innen auf eine Forschungsreise mit unbekannten Faktoren, Herausforderungen und Resultaten. Die Reise führt uns zu ungewohnten Aspekte und macht Mut, diese nicht nur neu zu denken, sondern neu zu verkörpern.

Gedachtes mit Machen verbinden

Am Samstagnachmittag, dem 27. August 2022, laden wir Entscheidungsträger:innen aus Wirtschaft und Politik ein, Gespräche über mögliche angewandte Massnahmen mit den Multiplikator:innen zu führen. Die Begegnungen ermöglichen ein von- und miteinander Lernen, um erste Prototypen einer angewandten Weltethik anzudenken, welche die radikal geteilte Lebendigkeit in klare Formen und Taten umsetzt.

Wir laden dich ein

Vom 27. bis 28. August 2022 öffnen wir das WorldEthicForum für alle, die mit uns die radikal geteilte Lebendigkeit erkunden und feiern wollen. Wir schaffen Erfahrungsräume, um die Bildung und das gemeinsame von- und miteinander Lernen breiter zu kultivieren. Du bist herzlich eingeladen dabei zu sein.

Ticket WorldEthicForum vom 27. bis 28. August 2022 in Pontresina

 

26. August 2021

Ein Jahr vor dem WorldEthicForum trafen sich über 40 Menschen zum gemeinsamen Singen mit Linard Bardill und TangoGlacier in der einzigartigen Gletscherwelt Morteratsch.

„Kann die Welt, so wie wir sie kennen, gerettet werden?“

„Gibt es die Möglichkeit eine neue Welt zu sehen, zu verstehen, zu lauschen?“

Das waren die Grundsatzfragen, die Linard Bardill gestern Abend vor den über 40 Teilnehmer*innen gestellt hat. Fragen, die in einem Jahr am WorldEthicForum zentral sein werden. Weiter meinte er, dass wir die Angewohnheiten entwickelt haben, Probleme zu sehen und gleich Lösungen zu suchen. Lösungen, die allenfalls gleich zehn neue Probleme schaffen. Am WorldEthicForum wollen wir eine neue Richtung einschlagen und uns mehr auf das Lauschen konzentrieren.

Das Lauchen stand gestern Abend ebenfalls im Zentrum. Das Lauschen auf die  Lieder von Linard Bardill, auf die Klänge von TangoGlaciar, auf die Stimmen der anderen Teilnehmer*innen und schlussendlich auf das Rauschen – oder wie Linard Bardill sagen würde – auf das SchSchSchSchSch des Ova da Morteratsch. Ein SchSchSch, welches uns deutlich zu verstehen gibt, dass der Gletscher immer kleiner wird. Das sagen auch die Messungen vom niederländischen Meteorologe und Gitarrist von TangoGlaciar Prof. Johannes Oerlemans. Die Messungen zeigen, dass der Morteratschgletscher an einem Tag bis zu einer Million Tonne Eis verlieren kann. Weiter fügt der Glaziologe und Geigenspieler von TangoGlaciar Dr. Felix Keller hinzu, dass 200 Millionen Menschen direkt vom Schmelzwasser abhängig sind. Wenn alle Gletscher verschwunden sind, fehlt dieses Wasser den Menschen zum Leben. Mit ihren einzigartigen Tangostücken aus Geigen- und Gitarrenklängen möchte TangoGlaciar unsere Herzen schmelzen lassen, damit die Gletscher weniger schmelzen. Sie haben nicht zu viel versprochen – unsere Herzen haben sie mit ihrer Musik tief berührt.

Ebenfalls das Singen mit Linard Bardill – mal auf Schweizerdeutsch – mal auf Rätoromanisch haben die Herzen zum Schmelzen und einige zum Tanzen gebracht.

Ein Jahr vor dem WorldEthicForum lädt Linard Bardill zusammen mit TangoGlaciar zum gemeinsamen Singen ein.

Donnerstag, 26. August 2021 um 16:15 Uhr bei der RhB Station Morteratsch

In einem Jahr erleben wir den Auftakt für eine kreative Auseinandersetzung über die Möglichkeiten die Erde nicht nur zu benutzen, sondern sie als ein Teil von uns zu lieben.

Die Basis des WorldEthicForums bildet das Lauschen. Aus dem Lauschen heraus entstehen auch die Lieder vom Bündner Liedermacher Linard Bardill. Einige davon möchte er zusammen mit TangoGlaciar in der einzigartigen Landschaft des Morteratschgletschers teilen – damit wir gemeinsam ins Lauschen auf das Leben und die Welt kommen.

Wir treffen uns am 

Donnerstag, 26. August 2021 um 16:15 Uhr bei der RhB Station Morteratsch 

und laufen zehn Minuten bis zur ersten Gletschermessung vom Jahr 1878. Gemeinsam erfahren wir mit Musik die Verbindung zu uns, zwischen uns und der Gletscherwelt.

– Es sind alle willkommen teilzunehmen –

11. Juni 2021

Der gemeinnützige Verein WorldEthicForum unter der Leitung des Bündner Liedermachers und Autoren Linard Bardill plante, vom 1. bis 3. Oktober 2021 in Pontresina GR ein Symposium zum Thema „Das Recht der Erde“ durchzuführen. Mit Vorträgen und Workshops wollten wir der Frage nachgehen: „Wie kommen wir gemeinsam zu einer neuen Verantwortung und lebensbejahenden Beziehung im Umgang mit uns selbst und der Erde?». Mit Kunstereignissen, Präsentationen von gelingenden Projekten aus allen Weltregionen und partizipativen Gestaltungsprozessen wurde ein erfrischend neues Kongressformat geplant. Es wäre ein Auftakt geworden für eine kreative und andauernde Auseinandersetzung über die Möglichkeiten die Erde und ihre Teile nicht nur zu „be-nutzen“, zu „be-leben“ und auszubeuten, sondern ihr das Recht auf eine eigene Existenz, eine Rechtspersönlichkeit zu geben.

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Artikel im Zürcher Oberländer vom 19. April 2021

Die Natur als Rechtsperson:
Bäche und Wälder sollen vor Gericht ziehen

Foto: Nathalie Guinand

Marionna Schlatter vom Patronatskomitee hat zusammen mit vier weiteren Nationalrät*innen die Parlamentarische Initiative – Recht auf gesunde Umwelt und Rechte der Natur – eingereicht. Im Interview mit dem Zürcher Oberländer:

Es geht uns vor allem darum, den Schutz der Umwelt in der Verfassung zu stärken.

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Artikel in der ZugerZeitung vom 7. April 2021

Im Einsatz für die Natur

Foto: Stefan Kaiser
 
Doris Ragettli von der Partnerorganisation Rights of Mother Earth sammelte über 400’000 Unterschriften für die Ausarbeitung und Erklärung der Rechte von Mutter Erde als Ergänzung zur Menschenrechtserklärung und sprach dafür bei der UNO vor. Im Interview mit der ZugerZeitung sagt sie:

Die Natur werde zurzeit in den Gesetzbüchern als Sache und als Ressource behandelt, und nicht als das lebendige, vernetzte Wesen, das es tatsächlich sei. Um sie zu schützen und auch die Menschenrechtskonvention zu stützen, sei eine Erweiterung der Rechte auf die Natur, welche die Lebensgrundlage aller Wesen ist, nötig.

Titelgeschichten vom 25. März 2021

„Auch die Erde hat Rechte“

Liedermacher Linard Bardill ruft das WorldEthicForum ins Leben.

Der Mitgründer des WorldEthicForums Linard Bardill hat der Schweizer Familie ein inspirierendes Interview zum WorldEthicForum gegeben.

Das ist leichter gesagt als getan.
Natürlich ist es eine Illusion, zu glauben, dass wir eines Tages kein Fleisch mehr essen oder keine Bäume mehr fällen. Es wird in unserer Welt immer ein Spiel der Kräfte geben. Aber es darf nicht sein, dass der Mensch mit seinem Streben nach Geld und Wachstum die einzige Kraft ist und die Welt ausbeutet. In der Vision, die unserem Forum zugrunde liegt, suchen wir ein Gleichgewicht, in dem alle Mitbewohner der Erde – Menschen, Tiere und Pflanzen – ein Mitspracherecht haben.
 

Artikel in der SonntagsZeitung vom 21. März 2021

Fünf Nationalrät*innen wollen die Bundesverfassung zu Gunsten des Rechts der Natur ändern.

Foto: Béatrice Devènes

Wir danken der fünf Nationalrät*innen für Ihren mutigen Schritt.

Trotz des grossen Widerstandes, der vom Bund erwartet wird. Sind wir zuversichtlich. Schliesslich brauchte das Frauenstimmrecht auch mehrere Anläufe.

SonntagsZeitung:
Die Natur klagt an
Rhein und Rigi sollen vor Gericht ziehen dürfen

Nationalräte wollen der Umwelt einen Rechtsanspruch einräumen und die Bundesverfassung ändern. An der Spitze der globalen Mutter-Erde-Bewegung steht eine Frau aus dem Kanton Zug.

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Titelgeschichten vom 26. Januar 2021
WorldEthicForum auf der Titelseite der Engadiner Post

Der Artikel über das WorldEthicForum füllt die Titelseite der Engadiner Post.

Wir danken der Engadiner Post für den wunderbaren Artikel.

Engadiner Post:
World Ethic Forum: aus dem Kleinen heraus die Welt verändern

Anfang Oktober ist Pontresina Gastgeberin des dreitägigen World Ethic Forum (WEF). Dieses will nicht nur die Welt verbessern, sondern gleichermassen erreichen, eine Vision am Leben zu halten und ihr breitere Unterstützung zukommen zu lassen. Die Vision, der Erde Recht zu verleihen.

Pressekonferenz vom 25. Januar 2021

Die Erde ist unser Grund – Das WorldEthicForum 2021 in Pontresina

Am 26. Januar wäre in Davos das World Economic Forum 2021 eröffnet worden. Aus bekannten Gründen findet es dieses Jahr nicht in der Schweiz statt.

Umso mehr freuen wir uns – wenn es die COVID – Situation denn zulässt – dass wir das eigentliche Ziel des WEFs – gemeinsam die Welt verbessern – auch dieses Jahr in Graubünden zur Diskussion stellen. Mit dem WorldEthicForum hören wir vom 1. bis 3. Oktober Vorträge teils weltbekannter Speaker und führen Workshops für 500 Teilnehmende durch. Wir diskutieren die Konsequenzen einer Erklärung für das Recht der Erde ideologiefrei und lernen konkrete Lösungen für unseren Planeten kennen, die wir am WorldEthicForum weiterentwickeln und in einer Charta präsentieren.

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