Narrativ des Wandels

The Story of Change

WorldEthicForum – ein Ort, an dem die neue Wildnis in die Welt kommt; ein Erkennen der neu zum Vorschein kommenden Netze, die sich verweben; wo das Träumen zu Tage tritt und das gesprochene Wort die farbige Wildheit ins Leben ruft.

Ein Gefühl der Spaltung, Ohnmacht und Entfremdung zieht sich als tiefe Unterströmung durch die heutige Gesellschaft, auf lokaler, nationaler und globaler Ebene. Dieses wurzelt oft in jahrhundertealten Ungerechtigkeiten, ungelösten Traumata und hierarchischen Weltansichten, die weiter eitern und uns oft hilflos, ängstlich und überfordert zurücklassen.

Dennoch gibt es in uns allen ein grundlegendes Wissen und den Wunsch nach Gleichgewicht, sozialer Verbindung und Zugehörigkeit zu anderen und dem Leben selbst. Beziehungen zwischen Menschen und der Natur sind oft eine grosse Nahrungsquelle.

Das Weltethikforum zielt darauf ab, gemeinsam die Voraussetzungen für den Aufbau und die Aufrechterhaltung einer Kultur der Fürsorge und Partnerschaft zu schaffen und individuelle und kollektive Fähigkeiten zu fördern, um tief verwurzelte Muster zu verändern.

Auf dieser Grundlage will das WorldEthicForum aufbauen und eine Gesellschaft mitgestalten, die von einer radikal geteilten Lebendigkeit geprägt ist.

Unsere Vision ist es, uns auf eine Reise der Entdeckung und Untersuchung zu begeben, um diese Unterströmungen besser zu verstehen, zu hören, worauf sie anspielen, und zu erforschen, was es braucht, um sie zu verändern und in sinnvolle Massnahmen und Handlungen umzusetzen.

Über Orte, Sektoren und sozialen Schichten hinweg, machen wir uns gemeinsam auf eine Forschungsreise mit unbekannten Faktoren, Herausforderungen und Resultaten. Die Reise führt uns zu ungewohnten Aspekten und macht Mut, diese nicht nur neu zu denken, sondern neu zu verkörpern.

Schliesslich wollen wir erforschen, welche konkreten Lösungsansätze es für eine gelebte Weltethik, die alle Wesen miteinschliesst, braucht.

Wir anerkennen, dass wir in einer Zeit der globalen Polykrise leben, einer Zeit hoher Dringlichkeit und Notwendigkeit für transformative Veränderungen, in der Geschwindigkeit die Antwort sein könnte. Nichtsdestotrotz schlagen wir vor, langsamer zu werden, das Zuhören zu schätzen, Muster neu zu gestalten, von Erfahrungen und Perspektiven voneinander zu lernen, und dieser Erforschung und Erkundung einen siebenjährigen Spannungsbogen zu widmen.

Wir haben in den letzten Jahrzehnten gesehen, dass viele Versuche, destruktive Tendenzen unserer modernen Gesellschaft in gesunde Richtungen zu drehen, sich noch nicht summiert haben und im Wesentlichen auch nicht integriert und umgesetzt wurden.

Wir fragen uns, ob in den tieferen Schichten unserer Kultur einige Antworten und Erkenntnisse dafür liegen, wie wir unsere sozialen Gewebe und Strukturen wiederherstellen und neu verweben können, um intentionale und bewusste Fähigkeiten, Praktiken sowie individuelle und kollektive Fähigkeiten über die Zeit hinweg zu fördern und zu stärken.

Mit folgenden Elementen forschen wir gemeinsam an einer konkretisierbaren radikal geteilten Lebendigkeit, welche die Zusammenarbeit an einer bewussten, geteilten und inklusiven Weltethik zulässt:

  • Bereitschaft, uns selbst zu begegnen, uns neu mit all dem, was wir sind zu verbinden, unsere Muster zu erkennen und mit unseren Schattenseiten zu arbeiten
  • Bereitschaft uns den kollektiven und Traumata basierten Dynamiken zu widmen und mit offenen Ohren und Herzen lauschen, zu was uns die Intention einer radikal geteilten Lebendigkeit aufruft
  • Vernetzung und Zusammenarbeit über gedachten Grenzen, wie Alter, Geschlecht, Sektoren, Nationen und Kulturen hinweg fördern
    Aufbau eines aktiven Netzwerkes, welches sich der Frage der angewandten Weltethik widmet
  • Synergien mit Entscheidungsträger schaffen, um Gedachtes mit Taten zu verbinden
  • Erfahrungsräumen für ein breites Publikum schaffen, welches die Bildung und das gemeinsame von- und miteinanderlernen kultiviert

In diesem Jahr (2022) widmen wir uns vor allem dem Aufbau eines Netzwerkes mit Menschen aus verschiedenen Sektoren, Kulturen und Nationen, die durch ihr Wirken und Denken eine Kultur radikal geteilter Lebendigkeit unterstützten. Wir schaffen einen gemeinsamen Boden, um eine breitere Wirkung hin zu einer angewandten Weltethik über die nächsten Jahre zu erreichen.

Die nächsten Jahren sind folgenden Phasen gewidmet:

  1. Vernetzen und Gestalten einer gemeinsamen Intention über verschiedene Länder und Kulturkreisen hinweg. Erstes Erkunden des Themenfeldes.
  2. Schärfen der Fragestellungen: Was heisst eine Weltethik, die sich der radikal geteilten Lebendigkeit widmet? Wie verbinden wir uns mit dem Land und Ort, um uns davon inspirieren zu lassen? Wie schaffen wir es all dem was Lebendig ist so zuzuhören, dass wir uns wieder als Teil des Ökosystems sehen und danach handeln?
  3. Vertiefung der Forschung: Was gibt es schon?, Was können wir voneinander lernen?, Was sind tiefere Wurzeln und Ursachen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen?, Was braucht für einen solchen Wandel?, Was sind die verschiedenen Voraussetzungen und Kapazitäten, die es zu kultivieren gilt?
  4. Hebelwirkung: Was braucht es um den Wandel in Bewegung zu setzen? Welche Bereiche sind reif, um mit der Umsetzung dieses (radikalen) Wandels anfangen zu können? Wie bringen wir verschiedene Gruppierungen und Realitäten zusammen, um an partizipativen Lösungen arbeiten zu können?
  5. Prototyping: Gestalten und Ko-kreieren von ersten möglichen Lösungsansätzen.

Wir kommunizieren regelmässig über verschiedene Kanäle (Blogs, Podcasts, Artikel,..). Wir suchen mit einem vielfältigen Publikum, einschliesslich mit Entscheidungsträger:innen das Gespräch, um gegenseitig unterstützende Partnerschaften zu initiieren und laden ein interessiertes Publikum zum Austausch und Erfahren von radikal geteilter Lebendigkeit ein.

Pfeiler

  • Vernetzen, austauschen und voneinander lernen
  • Erkunden und tiefer Verstehen der diversen Zusammenhänge
  • Erfahren und vermitteln
  • Ko-kreieren und gegenseitiges Unterstützen
  • Anwenden und praktizieren